Rhythmisierung

Wenn Ganztagsschule den Anspruch einlösen will, für Kinder nicht nur Lern- sondern auch Lebensraum zu sein, kann sich die Gliederung des Schultages nicht mehr ausschließlich an der Verteilung der Stunden nach der Stundentafel orientieren. Sie muss den Lernrhythmus von Kindern bedenken und daher gekennzeichnet sein durch Offenheit und Flexibilität. Eine solche Offenheit verlangt aber auch in besonderem Maße Struktur, Rhythmus und Rituale, die den Kindern Sicherheit und Orientierung bieten.




Der Tagesablauf wird geprägt durch eine kindgerechte Rhythmisierung mit Konzentrations-, Arbeits-, Entspannungs-, Erholungs- und Spielphasen in größeren und kleineren Zeiteinheiten. Er wird bestimmt durch Inhalte eines ganzheitlich pädagogischen Konzepts mit Gleitzeiten, offenen Lern- und Spielangeboten.

Elemente des Tagesrhythmus sind:
gleitender Tagesbeginn,
Zeitblöcke von unterschiedlicher Dauer für Unterricht mit selbstgestaltetem, eigenverantwortlichem Lernen und für frontale Arbeitsphasen (Kernzeiten),
tägliche Bewegungszeiten,
Pausen,
Mittagstisch,
Mittagsbetreuung,
Nachmittagskurse,
unterrichtserweiternde und –ergänzende Angebote,
Hausaufgabenhilfe.

Der Unterrichtsvormittag beginnt um 7:40 Uhr  mit einer zentralen Gleitzeit. 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn sind die Klassenräume der Kinder geöffnet und beaufsichtigt. Danach folgen Kernzeiten unterschiedlicher Dauer. Der 45-Minuten-Takt ist aufgehoben.

Kernzeiten sind die Zeiten, in denen der Pflichtunterricht erteilt wird. Dies sind Unterrichtszeiten mit gelenkter Arbeit - fachbezogen oder fächerübergreifend - mit differenzierter Arbeit und mit offenen Arbeitsangeboten.

Die Kernzeiten für die 1. und 2. Schuljahre dauern 60, 90 und 55 Minuten, für die 3. und 4. Schuljahre 90, 90 und 55 Minuten.


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